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Vegetarisch genießen

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Einleitung

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER!

Kathi, 7 Jahre

"Ich esse keine Tiere. Ich esse nur Würstchen, wo kein Tier drin ist. Und du?"

Der Abschuss des Bären Bruno sorgt weiterhin für Wirbel. Immer mehr kommen Fakten ans Tageslicht, die offensichtlich den Worten des Staatsministers Schnappauf entgegenstehen und seine „Beteuerungen“ Lügen strafen. Immer mehr Menschen gehen auf die Straße und fordern gleich die totale Abschaffung der Jagd. Wohl um diesem Trend entgegenzuwirken, scheint sich nun sogar die Jägerschaft von der Hinrichtung Brunos zu distanzieren. Die „Deutsche Jagdzeitung” veröffentlichte einen Artikel gegen den Abschuss des Bären Bruno. Zitat: „Und alleine bei uns werden - mit oder ohne Bär - alljährlich mehr Frauen und Kinder von durchgedrehten Ehemännern und Vätern erschlagen, erschossen oder zu Tode gequält, als weltweit Opfer von Bären werden.“ Hier hätte natürlich auch eine Aufklärung gepasst, die besagt, woher die Männer denn oft so spontan ein Gewehr zur Hand haben. Oder der Vergleich, dass allein in Deutschland 2005 über 40 Menschen durch Jägerhand erschossen und über 200 verkrüppelt oder verletzt wurden - eigene Frauen und Kinder und harmlose Spaziergänger inklusive.
Einen tiefgründigen Leserbrief einer Landwirtin zum Thema Bruno hat der STERN veröffentlicht. Er bringt das Thema von einer ganz anderen Seite auf den Punkt: „..Haben wir "Bauern" denn nicht der Natur das Land weggenommen, jahrhundertelang davon gelebt, es zu bewirtschaften? Und was haben wir im Gegenzug der Natur gegeben? Womit haben wir diesen Diebstahl an einem funktionierenden Biosystem eigentlich bezahlt? Mit Düngemitteln, Giften, Flächenversiegelung? Kann diese Rechnung denn wirklich aufgehen?
Ich toleriere Schneehasen, die meine Büsche anfressen, Rehe, die mir durch den Elektrozaun rasen, sogar einen Elch, der immer wieder Pfosten "mitnimmt" - und behebe den Schaden eben. Ich sehe es als selbstverständlich an, der Natur für ihre Leihgabe, meine Koppeln, auf diese Weise zu danken. Die Natur ihrerseits schenkt mir Wachtelkönige, seltene Schmetterlinge, Kraniche und Kiebitze. Und wenn ich jetzt in dem Sommer Ziegenmelker, Nachtigallen und Käuzchen höre, weiß ich, dass dieser Tauschhandel in jedem Falle mehr bringt als der meiner Nachbarn: die für Europageld giften, spritzen und die Kiebitze vertrieben haben...
Eine Frage am Rande: Was wäre denn aus den Schafen geworden, wenn der Bär sie nicht getötet hätte? Sie hätten ja wohl keinesfalls das "ewige Leben" gehabt - im Gegenteil. Es wäre eben der Mensch gewesen, der sie tötet. Und somit geht es wieder nur um Geld. Kann man dem "armen Bauern" die Schafe nicht zahlen und den Bären in Ruhe lassen?
Hier in Estland gibt es auch Bären. Damit kann man durchaus leben. Das ist doch kein Grund, sich so aufzuregen. Ich wette, im täglichen Straßenverkehr sterben mehr Schafe als durch den einen Bären...
Ute Wohlrab, Estland“

Diese tierfreundliche Einstellung teilen auch die Landwirte des Friedfertigen Landbaus (siehe auch S. 44, 45, 52, 53, 58)
Wir wünschen viel Freude beim Lesen und guten Appetit bei den afrikanischen Spezialitäten. Sie schmeckten uns vorzüglich...

Ihr Redaktions-Team

Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident,

als Anwort auf die Proteste einer Besucherin in der Staatskanzlei, in München bzüglich des Mordes am Bären Bruno: »Sollen wir künftig den Löwen auch frei rumlaufen lassen? Sollen wir künftig den Tiger auch frei rumlaufen lassen..? Also, wenn Sie keine anderen Probleme haben als den Bären, dann sind Sie eine glückliche Frau!«