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Vegetarisch genießen

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Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Arthur Schopenhauer

(1788-1869) Deutscher Philosoph: "Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein."

Es wimmelt von Vegetariern - wenn man den vegetarischen Besucherstrom, der unseren Stand auf der Frankfurter Buchmesse besucht hat, proportional zur Gesamtbevölkerung hochrechnet.
Wir haben diesmal nicht nur unsere Zeitschriften und Broschüren vorgestellt, sondern den Besuchern gleich auch vegetarische Häppchen aus "pflanzlichem Fleisch" angeboten, die sehr gut ankamen. Dabei machten wir "Noch-Fleischesser" immer wieder aufmerksam: "Jetzt haben Sie ein Stück Leben gerettet." Wenn uns der Besucher dann mit großen Augen fragend ansah, zeigten wir mit der Hand auf das mächtige Urrind, das die Rückwand unseres Standes in Originalgröße zierte und das in einer Sprechblase bat: Bitte, esst mich nicht!" Das machte die meisten sehr betroffen - und bewirkte mehr als ein Schwall Worte. Nebenbei: Ist das Wort "Vegetarier" nicht schon ein wenig verbraucht? Vielleicht müsste man tatsächlich die Vegetarier "Lebensretter" nennen - obwohl das in gewissem Sinne etwas übertrieben wirkt, denn sie tun ja nur das eigentlich Selbstverständliche: nämlich sich nicht am Leben vergreifen, das sie ja nicht selbst geschaffen haben. Man könnte Großplakate drucken lassen mit dem Satz: "Vegetarier sein heißt Leben retten!"
Lebensretter im wahrsten Sinne des Wortes sind die Angehörigen eines Volksstammes in der Wüste Thar im Nordwesten Indiens: die Bishnoi. Ihre heroische Art, Tiere und Bäume mit ihrem Leben zu verteidigen und zu retten, geht einem ans Herz und spornt zugleich an.
Ebenfalls gerettet wurden die Hirsche von Nara in Japan, und zwar durch einen Bildhauer. Er hatte auf dem Grabmal einer Herrscherfamilie die Götter auf die Rücken von Hirschen gesetzt, wohl nicht ahnend, dass die Hirsche deshalb eines Tages für heilig erklärt und über Generationen hinweg nicht mehr gejagt und getötet werden würden. Interessant ist aber, dass diese Tiere ihre Scheu vor den Menschen gänzlich verloren haben und sogar zu ihnen in die Stadt gezogen sind. Eine Vision des friedlichen Miteinanders von Mensch und Tier, wie es auch bei uns nach der Abschaffung der Jagd Gestalt annehmen würde.
Was übrigens die wenigsten Menschen wissen: Japan war einst ein vegetarisches Land. Viele Jahrhunderte lang war es den Einwohnern verboten, Fleisch oder Fisch zu essen. Die Missionare, die die verdreh-
te Bibelgeschichte vom "fleischessenden Jesus" predigten und Schlachthäuser aufbauen wollten, wurden zum Glück aus dem Lande verjagt. Erst 1945, nach dem Atombombenabwurf, geriet Japan unter amerikanischen Einfluss, und die traditionellen japanischen Essgewohnheiten wurden allmählich von den amerikanischen überlagert. Die Indoktrination begann bereits bei den Kindern, indem diese z.B. durch obligatorische Schulspeisungen mit Burgern ins fleischfressende Lager gezerrt wurden.
Deshalb haben wir keine Mühe gescheut, feinste vegane Sushis zu erfinden, sogar einige süße Varianten. Ein traditionell gebundener Japaner wird sich vermutlich wundern, wenn er unseren "Frevel" entdeckt... . Wer keine Sushis mag, kann sich an exklusiven Artischocken-Rezepten erfreuen.

Viel Freude beim Lesen!

Ihr Redaktions-Team

Jesus von Nazareth:

»Und Er schritt weiter und berührte das Pferd, und das Tier erhob sich, und seine Wunden waren geheilt. Aber zu dem Manne sprach Er: ‘Gehe nun deinen Weg und schlage es künftig nicht mehr, wenn auch du Erbarmen zu finden hoffst.’« Aus: »Das Evangelium des vollkommenen Lebens«, Kap. 21.6, Apokryphe Schrift, Humata Verlag, Bad Homburg