Startseite | Freiheit für Tiere | Impressum | Noch lieferbare Einzelnummern | AGB | Widerrufsrecht | Datenschutz   

Vegetarisch genießen

English 4 3 2 1/07 4 3 2 1/06 4 3 2 1/05 4 3 2 1/04 Shop Verlag Das Brennglas Best 2 Noch lieferbare Einzelnummern
Einleitung Rezepte Artikel

Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Sind Menschen und Tiere gleichwertig?
Für viele eine provokante Frage. Wer ein Haustier hat und mit diesem eine innige Verbindung pflegt, für den ist dieser Gedanke nicht abwegig. Kein Hundebesitzer würde jedenfalls seinen Hund zu Salami verarbeiten lassen und aufessen. Auch kein Katzenbesitzer würde seine Katze grillen und verzehren. Kein Vogelbesitzer würde seinen Kanarienvogel am Spieß braten. Aber eine Gans zu Weihnachten, ein Lamm zu Ostern und sonst jeden Tag ein Stück vom Rind, vom Schwein, vom Huhn, von der Ente etc. - ja, das ist dann ganz was anderes.
Ein Hundebesitzer sagte uns einmal, er glaube, sein Hund habe die Intelligenz eines Kindes. Der Hund könne sich so vieles merken und er könne so genau mitteilen, was er wolle. Emotional sei er dem Menschen sogar überlegen. Eine Halterin eines Hausschweins sagte uns genau das Gleiche.
Kinder, Menschenkinder, tötet man nicht. Es ist strafbar. Nicht strafbar ist es jedoch, ein Schweinekind zu töten. Im Gegenteil: Dieser Frevel wird vom Staat subventioniert.
Sind Menschen und Tiere gleichwertig?
Für Mahatma Gandhi (1869-1948) - Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung und 1913 als Nobelpreisträger geehrt - war das keine Frage. Er sagte: „Für mich ist das Leben eines Lammes nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen.“
Auch in der Bibel findet man eine ähnliche Stelle bei Jesaja - jedenfalls in der Lutherübersetzung: „Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als einer, der einen Menschen erschlüge.“
Das würde bedeuten, dass die Tiere Geschöpfe Gottes sind wie wir: unsere „Mitgeschöpfe“, sozusagen unsere Geschwister - unsere „Tiergeschwister“.
Wenn Jesaja recht hat, dann nehmen die Handlungen des Menschen gegenüber den Tieren noch mal ganz andere Dimensionen an. Und wenn man auch noch Bibelworte, z.B. den Galaterbrief, bedenkt: „Irret euch nicht; Gott lässt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten“, dann könnte einem ganz anders werden. Denn, wenn Tiermord und Menschenmord durch das Gesetz von Ursache und Wirkung gleichermassen gesühnt werden, dann könnte nach diesem Gesetz einiges über die Menschheit hereinbrechen.
Erinnern wir uns an die Zeit vor Noah. Die Menschen wurden gewarnt und haben sich nicht geändert. Ob es eine Arche gab oder nicht, kann nicht bewiesen werden. Die Flut aber gab es.
Wieder ein Grund, Vegetarier zu werden.

Viel Freude beim Lesen!

Ihr Redaktions-Team

Kurt Eicher

(Biologe und Studiendirektor, Gründer der Initiative zur Abschaffung der Jagd): »Es gibt keine Rechtfertigung für den blutigen Krieg der Jäger gegen unsere Mitgeschöpfe in Wald und Feld.«