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Vegetarisch genießen

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Aktuelles

Fleisch macht krank!

Zum Thema "Vegetarische Ernährung und die Risiken des Fleischkonsums" wollen wir an dieser Stelle unseren Lesern neueste Untersuchungen aus aller Welt zugänglich machen.

Vermehrte Polyarthritis durch Fleischkonsum

Im Dezember 2004 publizierte die Universität Manchester Ergebnisse einer Fall-Kontroll-Studie. Mit Hilfe des Norfolk Arthritis Registers wurden 88 Patienten identifiziert, bei denen im Zeitraum von 1993 bis 2002 eine entzündliche Polyarthritis neu aufgetreten war. Diese Patienten wurden mit 176 Kontrollpersonen der EPIC-Norfolk-Studie verglichen. Die EPIC-Studie ist eine prospektive Langzeitstudie zur Erfassung der Inzidenz von Tumorerkrankungen. Es zeigte sich, dass Personen mit der höchsten Verzehrmenge an rotem Fleisch und Fleischprodukten ein doppelt so hohes Risiko für Polyarthritis aufwiesen. Auch bei Personen mit einer hohen Gesamtproteinaufnahme war das Risiko erhöht. Die Autoren der Studie bemerkten, dass der hohe Kollagengehalt von Fleisch möglicherweise zu einer vermehrten Bildung von Kollagen-Antikörpern führt, besonders bei empfindlichen Personen.
Pattison DJ et al: Dietary risk factors for the development of inflammatory polyarthritis: Evidence for a role of high level of red meat consumption; Arthritis Rheum. 2004; 50(12): 3804-12

Diabetes mellitus: Risikofaktor rotes Fleisch

Die Nahrungsaufnahme von Hämeisen aus rotem Fleisch ist bei Männern positiv mit dem Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 assoziiert. Dieses Ergebnis publizierte die Harvard School of Public Health im Januar 2004. Die Untersuchung über den Zusammenhang zwischen der Eisenaufnahme und dem Diabetesrisiko wurde im Rahmen der Health Professionals´Follow-up Study durchgeführt. Die Gesamtzufuhr an Eisen erhöhte das Diabetesrisiko nicht; der Risikofaktor ist ausschließlich der Verzehr von rotem Fleisch.
Jiang R et al: Dietary iron intake and blood donations in relation to risk of type 2 diabetes in men: a prospektive cohort study; Am J Clin Nutr. 2004 Jan; 70(1): 70-5

Im September 2004 wurde eine Studie der Harvard Medical School veröffentlicht. Auch bei Teilnehmerinnen der Women`s Health Study wurde ein erhöhtes Diabetesrisiko in Abhängigkeit von der Verzehrmenge von Hämeisen nachgewiesen. Es wurde auch eine signifikante Korrelation zwischen dem Diabetesrisiko und der Nahrungsaufnahme von tierischem Protein und Cholesterin gefunden.
Song Y et al: A prospective study of red meat consumption and type 2 diabetes in middle-aged and elderly women: the women´s health study; Diabetes Care. 2004 Sep; 27(9): 2108-15

In einer Studie des Simmons College, Boston, die im November 2004 publiziert wurde, zeigte sich ein erhöhtes Diabetes-Risiko bei Frauen in Abhängigkeit von der Verzehrmenge an Fleischprodukten, z.B. Hot-Dogs und Speck.
Fung TT et al: Diatary patterns, meat intake, and the risk of type 2 diabetes in women; Arch Intern Med. 2004 Nov 8; 164(20): 2235-40

Kolonkarzinom und rotes Fleisch

Das Karolinska Institut, Stockholm, konnte bei Frauen einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem Fleisch und dem Auftreten von distalem Kolonkarzinom feststellen. Dazu wurden Daten der schwedischen Mammographie-Kohorte verwendet, an der 61.433 Frauen im Alter zwischen 40 und 75 Jahren teilnahmen.
Larsson SC et al: Red meat consumption and risk of cancer of the proximal colon, distal colon and rectum: The Swedish Mammography Cohort. Int J Cancer. 2005 Feb 20; 113(5): 829-34

Eine Arbeitsgruppe der japanischen Kyushu-Universität untersuchte, inwieweit das Neuauftreten des Kolonkarzinoms mit veränderten Ernährungsgewohnheiten in Japan zu tun hat. Die Erkrankungsrate an Kolonkarzinom war in den letzten Jahrzehnten in Japan rapide angestiegen, parallel zu einer Zunahme des Western-diet-Ernährungsstils, der durch eine hohe Fett- und Fleischzufuhr gekennzeichnet ist. Es wurde eindeutig nachgewiesen, dass der Verzehr von rotem Fleisch eine wichtige Determinante des Kolonkarzinom-Risikos ist.
Kono S.: Secular trend of colon cancer incidence and mortality in relation to fat and meat intake in Japan; Eur J Cancer Prev. 2004 Apr; 13(2): 127-32

Höheres Sterblichkeitsrisiko durch rotes Fleisch

Personen mit einer hohen Transferrinsättigung (Transferrin = eisenbindendes Transportprotein), die gleichzeitig viel rotes Fleisch aßen, hatten in einer Studie über einen Zeitraum von 12 Jahren ein deutlich höheres Sterblichkeitsrisiko gegenüber den Personen mit normaler Transferrinsättigung und niedrigem Fleischkonsum. Das rote Fleisch enthält bekanntlich sehr viel Hämeisen, das zudem von der Darmwand leicht resorbiert wird. Eisen ist zwar ein essentielles Spurenelement, ist aber in zu hohen Konzentrationen ein gefährlicher Radikalbildner. Diese Untersuchung wurde von der University of South Carolina im März 2004 publiziert.
Mainous AG 3rd et al: The mortality risk of elevated serum transferrin saturation and
consumption of dietary iron; Ann Fam Med. 2004 Mar-Apr; 2(2): 139-44

Übergewicht durch tierisches Protein

In einer Studie in vier Nationen (China, Japan, USA und Großbritanien) an über 4000 Männern und Frauen zwischen 40 und 59 Jahren wurde der Einfluss der Ernährungsgewohnheiten auf das Körpergewicht untersucht. Ausnahmslos war eine Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen und Gemüse mit einem niedrigen BMI assoziiert.
Bemerkenswert ist, dass das Gewicht der Studienteilnehmer um so höher war, je mehr tierisches Protein verzehrt wurde.
Linda Van Horn, Ph.D., Northwestern University; conference abstracts

Quecksilber im Fisch

beeinträchtigt die Fruchtbarkeit von Frauen

Die Universität von North Carolina führte in Zusammenarbeit mit der Umweltorganisation Greenpeace bei 1500 Frauen im gebärfähigen Alter Haaranalysen auf Quecksilber durch. Ein Fünftel der Frauen hatte Quecksilberkonzentrationen, die über den US-amerikanischen Grenzwerten liegen. Bereits im Frühjahr 2004 hatte die Food and Drug Administration Frauen mit Kinderwunsch empfohlen, den Fischkonsum deutlich zu begrenzen.
Kommentar: Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, das sich in Fischen und Meeresfrüchten anreichert. Quecksilber schädigt dosisabhängig das Nervensystem, das Immunsystem und den Herzmuskel, außerdem kann dadurch die Fruchtbarkeit erheblich beeinträchtigt sein.
Juliet Eilperin: Excess mercury levels increasing; Washington Post, October 21, 2004

Milchprodukte fördern Eierstockkrebs

Im American Journal of Clinical Nutrition erschien vor kurzem eine Studie, die vom Karolinska Institut in Stockholm durchgeführt wurde. Untersucht wurden 60 000 Frauen. Dabei wurde festgestellt, dass ein hoher Verzehr von Milchzucker und Milchprodukten das Risiko für das so genannte seröse Ovarialkarzinom (bestimmter Typ des Eierstockkrebses) signifikant erhöht. Aufgrund der Daten machen die Autoren den Vorschlag, dass in weiteren Studien der Zusammenhang zwischen Milchkonsum und anderen Formen des Eierstockkrebses untersucht werden soll.
Susanna C Larsson, Leif Bergkvist and Alicja Wolk: American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 80, No. 5, 1353-1357, November 2004