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Vegetarisch genießen

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News aus aller Welt

Unglückliche Gänse

Stuttgart -- Anlässlich des nahenden Martinstags nahm die Tierrechtsorganisation PETA die traditionelle „Martinsgans“ in deutschen Mastbetrieben kritisch unter die Lupe, was eine ziemliche „Gänsehaut“ verursachte. Gänse werden laut PETA einzig und allein zu dem Zweck gezüchtet, in kürzester Zeit (10 Wochen) ihr „Schlachtgewicht“ zu erreichen. Dies kann zu schmerzhaften Gelenkentzündungen, verkrüppelten und gebrochenen Beinen, Atemnot und Herzanfällen führen. In der drangvollen Enge der Massentierhaltung werden die schwachen Tiere von den Stärkeren oft zu Tode getrampelt.
Da bleibt nur ein Ausweg: Nichts essen, was Augen hat...

Tiermehl statt Soja?

Es wird befürchtet, dass Tiermehl, das aus Schlachabfällen und toten Tieren hergestellt wird, unkontrolliert in den Futtertrögen von Rindern landet. Der Grund ist einfach: Während Sojamehl mit ca. 18 und 19 Euro pro Doppelzentner gehandelt wird, kostet das Tiermehl, das als Dünger zugelassen ist, knapp zwei Euro. Wer kontrolliert, ob die Bauern das günstige Tiermehl auf die Felder oder in die Futtertröge kippen? Im vergangenen Jahr wurden 170 000 Tonnen Tiermehl als Dünger an deutsche Bauern abgegeben.
Der sicherste Weg ist immer noch, Vegetarier zu werden...

Greenpeace

darf Müller-Milch als Gen-Milch bezeichnen.

Milch von Kühen, die genmanipuliertes Tierfutter fressen, darf "Gen-Milch" heißen - unabhängig davon, ob im Endprodukt Milch Genveränderungen nachweisbar sind. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln am 28. Oktober 2004 in zweiter Instanz entschieden. Damit hat das Gericht eine einstweilige Verfügung der Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KG gegen Greenpeace im Kern aufgehoben.
Greenpeace fand in Futtermittel-Stichproben bei vier Höfen, die Müllermilch beliefern, einen erheblichen Anteil genmanipulierten Sojas. Statt auf Gen-Futter zu verzichten, zerrte Müller Greenpeace vor Gericht.
Greenpeace bleibt lediglich weiterhin untersagt, Müller-Produkte in Supermärkten mit Aufklebern zu kennzeichnen und eine Aktions-E-Card im Internet zu verbreiten, durch die der Werbeauftritt von Müllermilch satirisch verfremdet wurde.
Greenpeace prangert "Gen-Milch" von Müller vor allem deshalb an, weil der Milchriese durch die Verfütterung von Gen-Pflanzen deren Anbau weltweit fördert. Gen-Pflanzen breiten sich in der Natur unkontrolliert aus und machen eine gentechnikfreie Landwirtschaft langfristig unmöglich. Durch Ihre Wahl am Supermarktregal können Sie Anbau von Gen-Pflanzen zurückdrängen.
Der Kunde am Supermarktregal entscheidet mit, ob der weitere Anbau von Gen-Pflanzen weltweit weitergeht.
Müller erklärte in einer Pressemitteilung, dass Greenpeace "keine objektiven Wahrheiten verbreitet, sondern eine eigene und aus wissenschaftlicher Sicht falsche Meinung". Die Umweltschützer seien nicht als Verbraucherschutzorganisation zu betrachten, sondern als eine Art von Sekte. Greenpeace sei eine "Glaubensgemeinschaft". (SPIEGEL online)

Zwei Gläschen Gift pro Bauernhof

Bernhard Pötter recherchierte für „die tageszeitung“ über den Umgang der Bauern mit Giften. Dabei kam er zu erstaunlichen Ergebnissen: „34.678 Tonnen Gifte gegen Unkräuter, Pilze und Insekten wurden laut Agrarministerium 2002 in Deutschland verkauft. 30 t davon landen jedes Jahr in Bächen, Teichen und Flüssen. Auch wenn die Grenzwerte für Trinkwasser eingehalten werden, töten die Gifte ganze Ökosysteme kleiner und kleinster Wasserlebewesen - mit allen Folgen für die Balance der Ökosysteme am Fluss.“
„Pro Saison“, so Pötter weiter „gelangen von jedem Bauernhof etwa 30 Gramm Pestizide, zwei Schnapsgläser voll, in die Gewässer - genug, um den täglichen Trinkwasserbedarf von zwei Millionen Menschen zu verseuchen.“ Zudem stellte Pötter fest, dass von knapp 70000 Stichproben bei Obst und Gemüse in deutschen Supermärkten mehr als die Hälfte mit Giftstoffen belastet ist. Bei rund neun Prozent seien sogar die Grenzwerte überschritten gewesen.
Da überlegt man sich, wo man in Zukunft sein Gemüse einkauft...