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Vegetarisch genießen

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Einleitung Rezepte Artikel

Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.)

Röm. Philosoph und Dichter: »Das Zeitalter, welches wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt, und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt. Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften, und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine einfache Nahrung und versenkte in seinen gefräßigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrühren. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.«

Qualen auf dem Speiseplan?
Kaum jemand ist sich bewusst, welch unvorstellbares Leid heutzutage mit fast allen Nahrungsmitteln, die man im Supermarkt häufig für einen Spottpreis kaufen kann, verbunden ist. Hinter der Fassade einer perfekt ästhetischen Darbietung kulinarischer Genüsse ist dieses Leid versteckt und unkenntlich gemacht. Wer denkt schon beim Einkaufen oder Essen an das furchtbare Tierleid, das hinter dem knusprig gebratenen Steak, der deftig-würzigen Wurst, dem cremig-schmelzigen Käse, dem mundigen Spiegelei usw. verborgen ist! An das Leid in der modernen Massentierhaltung, während des Tiertransportes, an das Entsetzen in den Schlachthäusern, aber auch z.B. an die Freiheitsberaubung, gegen die sich kein Tier wehren kann und die der Mensch nicht einmal wahrnimmt! Kinder sind in diesem Punkt noch viel feinfühliger.
Besonders barbarisch wirkt der Verzehr von Tierleichenteilen an „christlichen“ Feiertagen, z.B. zu Weihnachten, wenn zum Gedenken an die Geburt des Vegetariers und Tierfreundes Jesus von Nazareth, der zwischen Kühen, Schafen und Esel geboren wurde, Gänse und andere Tiere ihr Leben lassen müssen.
Und wer denkt schon an die Pflanzen, die nach dem Bedürfnis der Menschen manipuliert werden, die gegen ihre Natur vom Menschen mit Hormonen und anderen Stoffen künstlich zu starkem, schnellem Wachstum und zu Megaerträgen gezwungen werden? Und wer denkt an die Mutter Erde ...
Wer wirft schon gerne einen Blick hinter die Kulissen, wenn sich dort das nackte Grauen zeigt! Und vor allem, was gibt es für eine Alternative?
Und genau die gibt es. In dieser Nummer wollen wir genau sie herausarbeiten. Was ist der Unterschied zwischen konventionellem, biologischem und Friedfertigem Landbau?
Wie es der Name schon andeutet, geht es beim Friedfertigen Landbau darum, das Getreide, Gemüse und Obst so anzubauen, dass weder die Natur noch die Tiere, aber auch nicht der Mensch, auf den ja sein Verhalten über die Nahrungsmittelkette wieder zurückkommt, darunter leiden müssen! Darum hält der Friedfertige Landbau keine Nutztiere, um sie nachher zu schlachten, und er baut ohne Chemie, ohne Mist und ohne Gülle an. Die Landwirte achten darauf, dass die Felder nach zwei Anbauphasen wieder ausruhen dürfen, und für Genmanipulation haben sie auch nichts übrig. Dass so erzeugtes Gemüse oder Getreide eine ganz andere Kraft ausstrahlen, eben das Leben, und dass „Lebens“-mittel, die aus solchen Rohstoffen schonend hergestellt werden, eine ganz andere Wertigkeit haben und für den Menschen gesund sind, versteht sich wohl von selbst. Auf jeden Fall schmeckt man die Qualität. Das ist so, weil man hier die Natur Natur sein lässt, ihr nicht ins Handwerk pfuscht, sondern mit ihr zusammenarbeitet. Die Natur ist und bleibt der beste Lebensmittelhersteller! Das durften wir auch erleben, als wir mit einem chinesischen Kochbuch in der Hand versuchten, Gluten-Fleischersatz aus Weizenmehl herzustellen. Wir waren nicht nur überrascht, wie leicht dies möglich ist, sondern vor allem, wie lecker die Produkte schmecken.
Ein kleiner Abstecher nach Fernost zeigt auf, dass der Vegetarismus in Thailand bis vor 150 Jahren sehr verbreitet war. In einem Restaurant in Patong durften wir für „Vegetarisch genießen“ unter kundiger Anleitung das bekannte „Green Curry“ selber herstellen, kochen und fotografieren. Wir hoffen, das Nachkochen macht Ihnen genau so viel Spaß wie uns!

In diesem Sinne wünschen wir allen viel Freude beim Lesen!

Das Redaktions-Team