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Vegetarisch genießen

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Einleitung Rezepte Artikel

Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Pythagoras:

»Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück. Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat - wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?« »Reichtum spendet die Erde verschwenderisch, friedsame Nahrung. Und sie gewährt euch Gerichte, die frei sind vom Mord und vom Blute". Pythagoras (6. Jh. v. Chr.), griech. Philosoph, Mathematiker

Wer hätte es gedacht, dass die erste Ausgabe von »Vegetarisch genießen« einen so überwältigend guten Anklang findet? Nun haben wir uns voll Elan an die zweite Ausgabe gewagt. Herzlichen Dank für die ermutigenden Rückmeldungen! Am meisten Echo verursachte ohne Zweifel das Interview mit dem Ex-Schlächter. Viele Leser bekannten, dass sie nach diesem Artikel kein Fleisch mehr anrühren konnten. So ist es doch wichtig, dass wir neben feinen Rezepten immer wieder den Finger in die Wunde legen. Die größte Wunde unserer Gesellschaft ist wohl das mörderische Verhalten der Menschen den Tieren gegenüber. Aus diesem Grunde haben wir in dieser Ausgabe
ein »Interview« mit der vierjährigen Kuh »Heidi« abgedruckt, das sie uns am Vorabend ihrer Schlachtung gegeben hat. Schon alleine dadurch, dass wir in diesem fiktiven Gespräch die Kuh mit »Sie« ansprachen, fühlten wir, dass diesem Tier ein für uns Menschen ungewohnter, längst überfälliger Respekt gezollt wurde. Wer macht sich schon bewusst, dass die Milchwirtschaft untrennbar mit der Fleischindustrie zusammenhängt? Eine Kuh gibt bekanntlich nur Milch, wenn sie ein Kälbchen hat. Und was passiert mit den Kälbchen? Auch darüber gibt uns unsere Interviewpartnerin Heidi Auskunft. Aus diesem Grund wäre es sicher am besten, in »Vegetarisch genießen« ausschließlich vegane Rezepte abzudrucken. Wir kamen jedoch zum Schluss, dass dem Leser die Wahl gelassen werden sollte. Schließlich sind viele Leser keine langjährigen Vegetarier, sondern »Neueinsteiger«. Und auch den (noch) Fleischessern soll der Einstieg in die fleischlose Ernährung nicht allzu schwer gemacht werden... Alle vegetarischen Rezepte wurden jedoch jeweils mit einer veganen Alternative ergänzt.
Trotzdem werden wir nicht müde werden, immer wieder auf die Zwiespältigkeit tierischer Produkte hinzuweisen, wie zum Beispiel auf
S. 32 mit dem Artikel »Macht Milch schlapp?« Ebenso machen wir aber auch auf eventuelle Gefahren einseitiger veganener Ernährung aufmerksam und lassen einen Arzt zu Wort kommen, der mit seinen Antworten sicher viele Unsicherheiten beseitigen hilft.
Wer übrigens noch glaubt, Fleisch könne so schlimm für den Menschen nicht sein, sollte sich den Artikel über die Dunkelfeld-Fotografie zu Gemüte führen.
Wir möchten auch diesmal das Thema Tierleid & Religion nicht außer Acht lassen, wurzeln doch gerade darin die Ursachen der grausamen Ess-Traditionen.
Aktiven Tierschutz einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchtet der Bericht »Mode ohne Tierleid«. Die internationale Tierrechtsorganisation PETA hatte zu einer Charitiy Gala mit Modenschau eingeladen, in der Prominente tierfreundliche Mode-Creationen auf dem Laufsteg präsentierten.
Wie schon im ersten Heft wollen wir dem Leser einerseits ein gestalterisch schönes Magazin präsentieren, andererseits - für viele ungewohnt - auch unbequeme Themen angehen. Ein Leser schrieb uns: »Ich freute mich riesig, als ich die neue Zeitschrift ‘Vegetarisch genießen’ in den Händen hielt. Vor allem die wunderschönen Tierbilder mit den ausgesuchten Zitaten hatten es mir angetan. Als ich dann allerdings zu Hause in Ruhe genauer zu lesen begann, ist mir beim Schlächter-Artikel fast die Pfeife aus dem Mund gefallen... Trotzdem - oder gerade deshalb - macht weiter so!«

In diesem Sinne wünschen wir allen viel Freude beim Lesen!

Das Redaktions-Team